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Nach zwei Mittelfeldplatzierungen in der hessischen Landesliga Süd der Frauen (2016/2017: 6. Platz, 22:22 Punkte, 2017/2018: 5. Platz, 24:20 Punkte) wurde als Saisonziel für 2018/2019 eine Platzierung im oberen Tabellendrittel ausgegeben. Bereits zum Ende der Vorsaison und während der Vorbereitung kristallisierten sich einige Abgänge und langfristige Verletzungen von Spielerinnen heraus, die dem Trainerteam Thomas Rath und Christian Lang in der Saison 2018/2019 nicht zur Verfügung standen: Amely Blümel, Tina Engel, Denise Engel (alle Knieverletzung) Laura Linke (Auslandsjahr), Melanie Wolf (Pause), Nina Späth und Felizitas Peter. Diesen Abgängen bzw. Ausfällen standen zwei Neuzugänge (Sabrina Schäplitz und Johanna Fey), eine Bachgau-Rückkehrerin (Madeleine Schüßler) sowie das Einbinden von jungen, talentierten Spielerinnen aus der eigenen Jugend (Giulia Liebe, Lena Eckardt, Laureen Schneider und Lea Vonderheid) gegenüber.

Während der Vorbereitung quälten sich die Damen 1 und 2 gemeinsam auf dem Beachfeld in Wenigumstadt, im Schwimmbad Großostheim bei der Wasserwacht und natürlich in und um die Welzbachhalle in Großostheim. Im August wurden während des Trainingslagers in Kirchheim zum Abschluss noch taktische Kniffe ausgetüftelt und eingespielt. Bereits während der Sommermonate konnte man allerdings nur gedämpfte Euphorie und Vorfreude auf die bevorstehende Runde im gesamten Team feststellen, was leider zu Unsicherheiten im Spiel und Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Trainer und Mannschaft führte. Mit einem Unentschieden gegen Pfungstadt und einer knappen Niederlage gegen Glattbach (27:24) gelang den Damen dann auch nur ein holpriger Saisonstart, der nicht ganz den eigenen Erwartungen entsprach. Nach Gesprächen zwischen Mannschaft, Trainer und sportlicher Leitung über die gesamte Situation und die voranschreitende Runde wurde Anfang Oktober einvernehmlich die Trennung von Trainer Thomas Rath beschlossen. Als Interimslösung übernahmen Christian Lang (bis dato Co-Trainer) und Denise Engel (verletzte Spielerin) gemeinsam die Traineraufgabe. Auch wenn sich die Stimmung innerhalb der Mannschaft in den folgenden Wochen verbesserte und auch der Kampfgeist wiederentdeckt wurde, wollte der Knoten zum ersten Saisonsieg einfach nicht platzen und es konnte in der Hinrunde leider lediglich ein weiterer Punkt (Unentschieden gegen Dieburg/Groß-Zimmern) erzielt werden. Einige Spiele wurden zwar nur knapp verloren und das Team war dem ersten Saisonsieg immer wieder nahe, in anderen Spielen hingegen war man den Gegnern deutlich unterlegen, so dass die Hinrunde auf dem letzten Tabellenplatz beendet wurde. Der Klassenerhalt, der mittlerweile als Saisonziel ausgehängt wurde, war zu diesem Zeitpunkt bereits in weite Ferne gerückt.

Nach intensiven Gesprächen in der Vorweihnachtszeit konnte für die Rückrunde mit Marcel Ott ein junger, waschechter Bachgau-Handballer begeistert werden, mit den Mädels die „Anti-Abstiegs-Aufgabe“ in Angriff zu nehmen. Die spielfreie Zeit bis Ende Januar wurde genutzt, um in Trainingseinheiten in und außerhalb der Halle die Kondition, Konzentration und vor allem das Zusammenspiel mit einfachen taktischen Mitteln zu verändern. In dieser Zeit konnte Marcel Ott die erforderlichen neuen Impulse setzen: Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr wurde an kleinen Stellschrauben gedreht und auch die zur Rückrunde zur Mannschaft gestoßene Ex-Bachgauerin Pia Magnago, die kurzfristig von der HSG Nieder-Roden aus der Oberliga für die Rückrunde zur HSG in die Landesliga gewechselt war, wurde ins HSG-Spiel eingebunden. Diese kurze, aber intensive Vorbereitung war letztendlich der Grundstein für die erfolgreiche Rückrunde und den – sogar noch vorzeitig am 19. Spieltag – gesicherten Klassenerhalt. Nach drei Siegen in Folge gegen Glattbach, Pfungstadt und Obernburg mussten sich die HSG-Damen erst im vierten Spiel gegen den Tabellenführer (und späteren Aufsteiger) TGB Darmstadt wieder geschlagen geben, ehe die Siegesserie bis zum vorletzten Spieltag wieder fortgesetzt werden konnte. Nur im letzten Saisonspiel unterlagen die Bachgau-Damen dann noch dem TV Kirchzell knapp mit zwei Toren, was den Saisonabschluss (7. Tabellenplatz mit 20:24 Punkten) zwar kurz trübte, aber der Freude von Mannschaft, Trainer und Fans über die gelungene Aufholjagd in der Rückrunde nicht lange entgegenstand. Gemeinsam mit den anderen HSG-Mannschaften und -fans wurde das Ende einer langen und anstrengenden Runde und ein an Weihnachten noch in weite Ferne gerückter Klassenerhalt an der Welzbachhalle gebührend gefeiert.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit des Trainerteams Marcel Ott und Christian Lang mit den HSG-Damen wird auch in der bevorstehenden Saison 2019/2020 fortgesetzt. Nach der wohlverdienten Handballpause im Mai und Juni sind die Damen mit der Teilnahme am vereinseigenen Beachhandballturnier im Rahmen des Wenigumstädter Welzbachfestes in die Vorbereitung gestartet. Anschließend wurde mit Jogging-, Beachhandball- und Schwimmeinheiten neben dem „normalen“ Handballtraining in der Halle an den konditionellen, spielerischen und taktischen Fähigkeiten gearbeitet. Diese wurden im August in Trainingsspielen gegen bislang unbekannte Mannschaften (HSG Biessenhofen / Marktoberdorf, HSG Goldstein / Schwanheim und SG DJK Rimpar) getestet, so dass ab Mitte September ein guter Saisonstart anvisiert wird. Ziel für die Saison wird sein, sich im oberen Tabellendrittel einzuordnen, gegen im Vorjahr besser platzierte Mannschaften (erneut) zu zeigen, was die HSG Bachgau kann, junge Spielerinnen aus der eigenen Jugend ins Team zu integrieren und mit viel Spaß, Kampfgeist, Spielwitz und hoffentlich wenig Verletzungen attraktiven und temporeichen Frauenhandball zu zeigen.

Die HSG-Damen freuen sich auf ihre vierte Landesliga-Saison und dabei besonders auf viele spannende „Derbys“ gegen Mannschaften aus dem Bezirk Odenwald-Spessart, der mit sechs Vereinen genau die Hälfte aller Teams der Landesliga Süd stellt.