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Am Samstagabend sind die HSG-Damen mit vollem Kader zur HSG Rodgau/Nieder-Roden II gefahren, um das bislang ausgeglichene Punkteverhältnis zum Positiven zu drehen.
 
In einer extrem warmen Halle wurde das Spiel krankheitsbedingt nur von einem Schiedsrichter geleitet und es wurde im Spielverlauf, vor allem in der hektischen Schlussphase, deutlich, warum Landesliga-Spiele üblicherweise mit zwei Schiedsrichtern angesetzt werden: Vier Augen sehen einfach besser und mehr als zwei Augen!
 
Doch an der Schiedsrichterleistung darf die HSG ihre Niederlage nicht festmachen, vielmehr wurden über die gesamte Spielzeit hinweg viel zu viele Fehler gemacht und erst ab der 45. Spielminute das Kämpfen angefangen. Mit einer solch holprigen Leistung und fehlender Einstellung bis zu 45. Spielminute kann man kein Spiel gewinnen...
 
Die HSG erwischte einen kompletten Fehlstart und lag schnell mit 4:0 zurück. In der Abwehr herrschte Stille und die nötige Abstimmung und nach vorne wurden die Bälle einfach "weggeworfen". Fehlpässe und Fehlwürfe reihten sich aneinander. Erst in der 6. Spielminute konnte die HSG den ersten Treffer erzielen. Bis kurz vor der Halbzeitpause konnten die Gastgeber die Vier-Tore-Führung weiterhalten, die HSG fand keine Lösungen gegen die Abwehr der Hausherrinnen und verzettelte sich immer wieder in Eins-gegen-Eins-Situationen, die an diesem Abend leider nur selten zum Erfolg führten. In den letzten vier Spielminuten der ersten Halbzeit konnte die HSG mit zwei schön für die Linksaußenposition freigespielten Würfen den Rückstand auf zwei Tore verkürzen.
 
In der Halbzeitansprache wurde vom Trainerteam gefordert, den Kampf im Spiel anzunehmen, um am Ende doch noch zwei Punkte mit in den Bachgau nehmen zu können. Doch dazu müsste das ganze Team gemeinsam und füreinander kämpfen, konzentrierter agieren und beim Torabschluss kaltschnäuziger sein.
Doch auch der Start in Halbzeit zwei missglückte den Bachgau-Damen gänzlich, nach einem eigenen Tor musste die HSG vier Tore in Folge durch die Rodgauerinnen hinnehmen, so dass beim Stand von 20:15 niemand mehr an einen Punktgewinn zu glauben schien. Die Hausherrinnen agierten zu Beginn der zweiten Spielhälfte zunächst mit einer Manndeckung gegen Stefanie Reising, wodurch für die restlichen Spielerinnen mehr Platz entstand und immer wieder durch die Mitte durchgebrochen oder die Außenspielerinnen freigespielt werden konnten. Leider mangelte es dabei - vor allem bei den Würfen von Außen - an der Präzision und es kam in dieser Phase noch Wurfpech hinzu, so dass der Rückstand nie mehr als auf zwei Tore reduziert werden konnte. Eine weitere Manndeckung gegen Denise Marx brachte den Angriff der HSG in den weiteren Spielminuten immer mehr ins Stocken, womit die Hausherrinnen zu einfachen Ballgewinnen kamen und ihren Vorsprung wieder auf fünf Tore in der 44. Spielminute ausbauen konnten (26:21). Die Auszeit von Marcel Ott schien in den nächsten Minuten Früchte zu tragen, denn die HSG-Damen bäumten sich auf und konnten mit vier Toren in Folge erstmals wieder in Reichweite kommen (26:25). In der Abwehr herrschte von nun an eine bessere Absprache, Lea konnte einige Bälle aufs Tor entschärfen und mit einem guten Tempospiel nach vorne konnten einfache Tore erzielt werden. In der 52. Spielminute gelang den Gästen dann erstmals der Ausgleich im Spiel und das Spiel stand auf Messers schneide. Die Rodgauerinnen legten nun immer ein Tor vor, ehe die HSG nach zog. Beim Spielstand vom 30:30 dann die spielentscheidende Situation: Die Hausherrinnen waren im Angriff und wussten keine Lösung mehr gegen die gut aufgestellte HSG-Abwehr und erzeugte ein Stürmerfoul, blieb jedoch im Ballbesitz, da eine grüne Karte "vermeintlich" bereits vorher gelegt wurde. Nach längerer Diskussion wurde das Time-Out gewährt und die Hausherrinnen blieben anschließend in Ballbesitz und erzielten das 31. Tor. Anschließend hatte die HSG noch eine kleine Chance den Ausgleich zu erzielen, doch die Heim-Torfrau entschärfte den Wurf.
 
Fazit: Ein unglücklicher Punktverlust, der nicht hätte sein müssen! Mit nur 15 Minuten Kampfgeist, Spielwitz und Konzentration kann man aber leider kein Spiel gewinnen.
 
Es spielten: Sabrina Schäplitz (Tor), Lea Vonderheid (Tor), Katharina Mikoschek, Marlene Balonier, Stefanie Reising 9/2, Madeleine Schüßler 1, Nicole Mikoschek 2, Celia Rapp 1, Denise Marx 7/1, Angelina Syndikus 3, Nadja Krapp 5, Larissa Bowen, Johanna Fey 2, Lena Eckardt
 
Nächstes Spiel: Sonntag, 10.11.2019, 16:00 Uhr HSG Bachgau - TV Kirchzell (Welzbachhalle Großostheim)