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Auch unsere Jungs der männlichen D-Jugend (Jahrgänge 2008/2009) haben zwei neue Trainer bekommen. Einer davon ist Siegfried Knecht, mit dem wir zum Start seiner Arbeit ein kleines Interview geführt haben.

Redaktion:

Sigi, herzlich Willkommen bei der HSG! Du bist ja eigentlich ein alter Hase, was den Handballsport angeht, aber jetzt dennoch neu dabei bei der HSG Bachgau 08. Wie kam es dazu und welche Erfahrungen bringst du als Trainer schon mit?

Siegfried Knecht:

Hallo und THX für die herzliche Aufnahme.

Meine Haupt-Motivation, mich im Ehrenamt wieder zu engagieren liegt darin, dass ich selbst eine gigantische Jugendzeit mit dem Handballsport verbinde und heute aus meiner Sicht immer noch davon profitiere. Diese tollen Erfahrungen und Erlebnisse möchte ich sehr gerne nun an eine neue Generation übertragen. Sicherlich ist mir dabei auch bewusst, dass ich diese Zeit nicht einfach kopieren kann, aber der Weg dahin, wie wir eine tolle und hoffentlich erfolgreiche Zeit mit unserem Hobby verbringen und erreichen können, ist mir noch bekannt.

Selbst habe ich 23 Jahre für den TVW das Trikot getragen und bin irgendwann als Co-Trainer in das Trainergeschäft mit eingestiegen, da ich die Begeisterung und Emotionen, die dieser tolle und umfassende Sportart mitbringt, sehr gerne auf Kinder- und Jugendlichen übertrage.

Als Trainer einer Jugendmannschaft bringe ich auch etwas Erfahrung mit….   . Erfreulicherweise sind aus meinem damaligen Team immer noch mehr als die Hälfte der Spieler dem Handballsport eng verbunden und üben diesen immer noch aus. Auch wenn es nicht immer leicht war erfreut es mich sehr und signalisiert mir, dass ich anscheinend damals mit Kurskorrekturen den richtigen Weg mit den Jungs gefunden hatte. Die ganze Investition hatte sich somit rentiert, da die Verbundenheit zum Handballsport nachhaltig vermittelt wurde.

Redaktion:

Du trainierst jetzt die männliche D-Jugend der HSG. Hast du schon alle Jungs kennengelernt und wie gestaltet ihr aktuell das gemeinsame Training?

Siegfried Knecht:

In der Zwischenzeit sind alle Spieler schon vorstellig geworden, da der ein oder andere Krankheitsbedingt den Re-Start Anfang Juli nach der über 100-tägigen Abstinenz vom Handballsport verpasst hatte.

Begonnen hatten wir die ersten Trainingseinheiten immer mit einem Speed-Dating, um uns gegenseitig besser kennenzulernen und damit sich die Namen der Kids untereinander besser einprägen. Die Vorstellungsrunden waren immer lustig denn die Jungs wurden von Mal zu Mal immer lockerer, was sich in den Antworten und Fragestellungen widerspiegelte. 

Die ersten Übungseinheiten auf dem Wenigumstädter Beachplatz haben wir konform mit den auferlegten Corona-Regeln bewerkstelligt. Durch die Auflockerung, dass im Training der Sicherheitsabstand nicht mehr gewahrt werden muss konnten wir erstmals wieder ein normales Training absolvieren, wo die positiven Seiten des Handballs sofort zum Vorschein gekommen sind. Kampf, Leidenschaft mit Herzblut, und mit Teambereitschaft wurde von allen Beteiligten die Einheit als bis dato bestes Training resümiert.

Als nächsten Schritt dürfen wir ja wieder in der Halle trainieren, was wir als weitere Trainingseinheit auch nutzen möchten um die zwangsläufig entstandenen Lücken und Defizite nach der langen Pause zu schließen und bei manchem den Heißhunger auf Handball wieder stillen zu können.

Redaktion:

Welche Ziele hast du dir für die Arbeit mit den Jungs gesteckt? Wo wird dein Schwerpunkt liegen?

Siegfried Knecht:

Unsere Hauptaufgabe als Trainergespann mit Stiv Wagner wird es erst einmal sein, die neue Konstellation der verbliebenen D-Jugendspieler mit den aufrückenden E-Jugendspieler zu formen und zusammen zu führen. Diese elementare Erkenntnis, die ich aus der Vergangenheit gelernt habe, werden wir mit Argusaugen betrachten und konsequent daran arbeiten um diese positiv umzusetzen. Äußerst wichtig ist für uns auch die Integration der Quereinsteiger, die (noch) keinerlei Verbindung zu den HSG Spielern hatten, damit sie sich vom Team auf- und angenommen fühlen und sich selbst als integraler Bestandteil der Gruppe wahrnehmen werden.

Nachdem ich ja das Trainergeschäft schon ein Jahrzehnt nicht mehr ausgeführt habe, gilt für mich persönlich, die zu erkennende Trendwende im Handball mit in die wöchentliche Trainingsarbeit einfließen zu lassen. In erster Linie betrifft das die Dynamik und Schnelligkeit, die sich in den letzten Jahren nochmals deutlich erhöht hat. Von Standhandball ist hier nicht mehr die Rede, was ja auch die Endergebnisse immer wieder wöchentlich in allen Klassen bestätigen. Optimierungsbedarf gibt es aber auch noch bei der Beweglichkeit und der Ausdauer der Spieler.

Das oberste und zentralste Ziel ist und bleibt aber für uns die permanente Teamarbeit, die wir als Basis betrachten um Spieler heranzuführen, die eine hohe Identifikation zum Handballsport mitbringen und erlangen werden. Dies wird die Planungen zu den einzelnen Trainingsstunden und dessen Inhalte im Wesentlichen erst einmal beeinflussen.

Alles Weitere kommt dann von alleine, so hoffe ich und Stiv doch… 

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei der neuen Aufgabe!