Bitteres Ende für unsere Damen1 am vergangenen Heimspieltag: Nach einer kämpferischen Leistung musste sich die HSG Bachgau den Gästen aus Hungen/Lich in letzter Sekunde mit 20:21 geschlagen geben.
Der Start in die Partie verlief zunächst aus Bachgauer Sicht holprig. Die Gastgeberinnen fanden schwer ins Spiel, vergaben Chancen und hatten Abspracheprobleme in der Defensive. Hungen/Lich nutzte dies für sich, setzte sich früh ab und führte nach knapp zwölf Minuten mit 6:3, was Trainer Robin Riedel zu seiner ersten Auszeit zwang. Der Rückstand wuchs dennoch bis zur 19. Minute auf 5:9 an. Zwar konnten die Bachgau-Mädels während dieser Spielphase bereits auf eine stabilisierte Abwehr aufbauen, allerdings scheiterten sie zu häufig an der gut aufgelegten gegnerischen Torfrau. Nach 1/3 der Spielzeit drehten die HSG-Damen jedoch auf: Aus einer weiterhin engagierten, ballorientierten offensiven Abwehrformation heraus kamen die Mädels zu Balleroberungen und letztlich in ihr vertrautes Tempospiel. So glichen die Gastgeberinnen mit einem 4:0-Lauf zum 9:9 (23. Spielminute) aus. Hungen/Lich legte fortan stets vor, Bachgau lies sich jedoch nicht mehr abschütteln und zog immer wieder nach, wodurch es bis zur Pause eng blieb und es mit einem 11:11 in die Kabine ging.
Nach Wiederbeginn erwischten die Gäste erneut den besseren Start. Bei den Bachgau-Mädels summierten sich zwischenzeitlich die technischen Fehler im Angriffsspiel, welche die Gäste wiederholt konsequent ausnutzten. So zogen sie bis zur 38. Minute auf 12:15 davon. Doch die Bachgauerinnen kämpften sich erneut heran. Hierbei ist insbesondere die geschlossene kämpferische Defensive, kombiniert mit einer super abgestimmten Torhüterinnen-Performance, hervorzuheben, sodass auch Hungen/Lich sich seine Treffer regelrecht erarbeiten musste. In der 43. Spielminute glichen die Mädels zum 15:15 aus und gingen kurz darauf erstmals mit 16:15 in Führung. Fortan hielt es kaum noch jemand in seinem Sitz. In einer insgesamt torarmen Partie fand Bachgau häufig spielerische Lösungen über den Kreis, welche zum Tor oder Strafwurf führten während Hungen/Lich sich aus der Fernwurfzone und über die Außenpositionen treffsicher zeigte. Nachdem die Gäste in der 53. Spielminute die zweite direkte Disqualifikation hinnehmen mussten, wechselte die Führung mehrfach, wobei beiden Teams von Unkonzentriertheiten und Fehlern des jeweils anderen Teams profitierten. Dabei legte Bachgau bis zum 20:19 in der 55. Minute immer wieder vor, in den letzten Minuten wollte jedoch kein Treffer mehr gelingen. Die Gäste glichen in der 58. Minute zunächst per Siebenmeter aus und verwandelten 50 Sekunden vor dem Ende der Spielzeit einen weiteren Strafwurf zum 20:21. Den Bachgau-Mädels gelang es in den verbleibenden Sekunden nicht mehr zu einer Torchance zu kommen, weswegen sich das Team letztlich unglücklich knapp geschlagen geben musste.
Wehrmutstropfen einer hart umkämpften Partie stellt die schwere Verletzung einer Hungen/Lich Spielerin dar, welcher wir an dieser Stelle gute Besserung und eine schnelle Genesung wünschen.
Fazit: Wie in den vergangenen Partien beweist die Mannschaft große Moral und Kampfgeist und schafft es eine etablierte Regionalliga-Mannschaft vor eine Herausforderung zu stellen. Im Vergleich zur Vorwoche schaffte es das Team technische Fehler zu reduzieren und lediglich 21 Gegentore sprechen ebenfalls für eine stabile Defensivleistung. Trotzdem reicht es am Ende erneut nicht, sich für diese Leistung zu belohnen. Ziel ist es daher weiterhin auf die positiven Aspekte aufzubauen und nach vorne zu blicken, um in der kommenden Woche erneut um Punkte mitzukämpfen.
Nächstes Spiel: Samstag 07.11.2026, 18:00 Uhr gegen TV Hüttenberg (Sporthalle Hüttenberg, Hauptstraße 107, 35625 Hüttenberg)
Es spielten: A. Kurz (Tor), L. Vonderheid (Tor), A. Scheuring, S. Reising (1), L. Matusewicz (1), N. Reichert (9/3), S. Sauer (2), L. Linke (1), L. Bowen (3), I. Bowen, M. Thiam (1), M. Schuck (2), M. Schüßler









